Auf einen Blick

  • RaaS (Robotics as a Service): Roboter mieten statt kaufen – ab ca. 800 Euro monatlich
  • Laut IFR wächst der globale Markt für Servicerobotik bis 2028 um 27 Prozent jährlich
  • 3,5 Millionen offene Stellen in gewerblichen Berufen in Deutschland (VDMA)
  • Amortisation gegenüber einer Teilzeitstelle: 6 bis 12 Monate
  • A-BODY vermittelt herstellerunabhängig RaaS-Lösungen für den deutschen Mittelstand

Ein Reinigungsroboter kostet beim Kauf zwischen 25.000 und 80.000 Euro. Für viele mittelständische Betriebe ist das eine Investition, die sich erst nach Jahren rechnet – wenn überhaupt. Robotics as a Service (RaaS) beseitigt genau diese Hürde.

Was ist Robotics as a Service (RaaS)?

Robotics as a Service ist ein Mietmodell für Roboter und Cobots. Statt eines einmaligen Kaufpreises zahlt ein Betrieb eine monatliche Nutzungsgebühr. Wartung, Softwareaktualisierungen und technischer Support sind im Preis enthalten. Das Modell ist vergleichbar mit Leasing beim Fahrzeug oder SaaS-Abonnements in der IT. Laut dem International Federation of Robotics (IFR) wächst der globale Markt für Servicerobotik bis 2028 jährlich um durchschnittlich 27 Prozent. RaaS ist einer der zentralen Wachstumstreiber, weil es den Markteintritt für KMU ohne Eigenkapital ermöglicht.

Definition

Robotics as a Service (RaaS) ist ein Betreibermodell, bei dem Unternehmen Roboter und Cobots gegen eine monatliche Gebühr nutzen, ohne diese zu kaufen. Wartung, Software-Updates und Support sind inklusive. A-BODY bietet dieses Modell herstellerunabhängig für mittelständische Betriebe in Deutschland an.

Warum ist RaaS für den deutschen Mittelstand besonders relevant?

Deutschland hat laut VDMA rund 3,5 Millionen offene Stellen in gewerblichen Berufen. Besonders betroffen sind Reinigung, Pflege, Gastronomie und Handwerk. Das Fraunhofer IPA zeigt in mehreren Studien, dass repetitive, körperlich belastende Tätigkeiten in diesen Branchen am stärksten für Automatisierung geeignet sind. Was das konkret für Betriebe bedeutet, zeigt unser Artikel Roboter im Einsatz: Echte Ergebnisse aus Pflege, Hotel und Handwerk. Das Problem: Ein Direktkauf ist für die meisten KMU-Betriebe keine realistische Option. RaaS löst dieses Problem strukturell, indem es die Einstiegshürde auf null Eigenkapital senkt.

Die vier wichtigsten Vorteile von RaaS

Keine hohe Anfangsinvestition. Einfache Serviceroboter für Reinigung oder Gastronomie beginnen im RaaS-Modell ab etwa 800 Euro monatlich. Cobots für Produktion und Handwerk liegen typisch zwischen 1.500 und 3.000 Euro pro Monat, inklusive Einrichtung und Support. Im Vergleich zu einem Direktkauf bleibt das Kapital im Betrieb.

Kein Technologie-Obsoleszenzrisiko. Humanoide Roboter werden laut Goldman Sachs bis 2030 jährlich um 15 bis 20 Prozent günstiger. Wer heute kauft, hat in drei Jahren möglicherweise veraltete Hardware. Wer mietet, ist von dieser Entwicklung nicht betroffen. Was den Markt bis 2040 erwartet, analysiert die VDMA-Studie „Humanoid Robotics 2040“.

Volle Flexibilität. Gastronomiebetriebe und Reinigungsunternehmen kennen saisonale Schwankungen. Mit RaaS können Roboter zeitlich begrenzt eingesetzt oder bei Bedarf ausgetauscht werden, ohne dass ein teures Gerät ungenutzt steht.

Kein technisches Eigenrisiko. Wartung, Reparaturen und Updates übernimmt der Anbieter. Betriebe müssen kein internes Robotik-Know-how aufbauen.

Für welche Branchen eignet sich RaaS?

Reinigung: Bodenreinigungsroboter arbeiten selbständig in Einkaufszentren, Flughäfen und Bürogebäuden. Sie dokumentieren ihre Leistung und reduzieren den Personalbedarf für Routineflächen nachweislich um 30 bis 50 Prozent. Kosten, Modelle und Einsatzgrenzen erklärt unser Artikel Reinigungsroboter mieten: Kosten, Modelle und was Betriebe wissen müssen.

Pflege: Serviceroboter übernehmen Transport von Mahlzeiten, Wäsche und Medikamenten zwischen Stationen. Laut einer Studie der Charité Berlin (2023) reduziert regelmäßiger Roboterkontakt das Einsamkeitsempfinden bei Bewohnern um bis zu 30 Prozent.

Gastronomie: Serviceroboter liefern Speisen und Getränke, bringen Geschirr zurück und kommunizieren mit Gästen. Betriebe berichten von 15 bis 25 Prozent weniger Fehlerquoten bei Bestellungen und messbarer Entlastung des Servicepersonals.

Handwerk: Cobots übernehmen Schweißen, Schleifen und Lackieren. Sie arbeiten präzise und ermüdungslos, ohne den Facharbeiter zu ersetzen, sondern ihn von körperlich belastenden Wiederholungsaufgaben zu entlasten.

Wann rechnet sich RaaS?

Die Amortisation hängt vom Einsatzbereich ab. Typische Richtwerte aus der Praxis: Bei Reinigungsrobotern rechnet sich der Einsatz gegenüber einer Teilzeitstelle nach 6 bis 12 Monaten. In der Gastronomie liegen die Einsparungen durch reduzierte Personalkosten bei 15.000 bis 25.000 Euro jährlich, abhängig von der Betriebsgröße. Im RaaS-Modell entfällt die Anfangsinvestition vollständig, was den Break-even deutlich nach vorne verschiebt.

Häufige Fragen zu RaaS im Mittelstand

Was kostet ein Roboter im RaaS-Modell pro Monat?

Einfache Serviceroboter für Reinigung oder Gastronomie beginnen ab etwa 800 Euro monatlich. Cobots für Produktion und Handwerk liegen typisch zwischen 1.500 und 3.000 Euro im Monat, inklusive Einrichtung, Wartung und Support.

Was ist der Unterschied zwischen RaaS und Leasing?

Beim klassischen Leasing übernimmt der Nutzer am Ende meist das Gerät und ist für Wartung selbst zuständig. RaaS ist ein Vollservicemodell: Wartung, Updates und Support sind inklusive. Am Ende der Laufzeit gibt der Betrieb den Roboter zurück oder wechselt auf ein neueres Modell.

Lohnt sich RaaS auch für kleine Betriebe unter 20 Mitarbeitern?

Ja, besonders dann, wenn repetitive Aufgaben einen großen Teil der Arbeitszeit binden. Ein Reinigungsbetrieb mit fünf Mitarbeitern, der einen Bodenreinigungsroboter einsetzt, kann damit die Kapazität eines halben Vollzeitäquivalents freisetzen, ohne neue Stellen zu schaffen.

Welche Roboter kann man in Deutschland per RaaS mieten?

In Deutschland verfügbar sind unter anderem Serviceroboter für Reinigung (z.B. PUDU CC1, Gaussian Robotics), Gastronomie (PUDU BellaBot, KettyBot), Pflege (PAL Robotics TIAGo, temi) und Produktion (Universal Robots UR-Serie, NEURA Robotics). A-BODY vermittelt herstellerunabhängig den passenden Roboter je nach Einsatzbereich. Einen Überblick über alle Modelle und Hersteller gibt unsere Über-uns-Seite.

Welche Compliance-Anforderungen gelten beim Robotereinsatz?

Der EU AI Act stuft humanoide Roboter als Hochrisikosysteme ein. Betreiber benötigen Konformitätsnachweise, technische Dokumentation und eine Datenschutz-Folgenabschätzung. Was das konkret bedeutet, erklärt unser Beitrag EU AI Act und humanoide Roboter: Was Mittelstandsbetriebe jetzt wissen müssen.


Sie möchten wissen, welcher Roboter zu Ihrem Betrieb passt? A-BODY berät herstellerunabhängig und kostenlos: a-body@a-robots.de

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