Humanoide Roboter werden in Hochglanzvideos gezeigt, die Saltos schlagen und Kisten stapeln. Was fehlt: nuechterne, unabhaengige Zahlen. Genau diese liefert das Fraunhofer IPA jetzt erstmals.

Was ist der Fraunhofer IPA Benchmark?

Das Fraunhofer IPA hat einen modularen Benchmark entwickelt, mit dem humanoide Roboter anhand von sechs Kriterien neutral bewertet werden koennen: Sensorik, Energieeffizienz, Reinraumtauglichkeit, Datensicherheit, Kollisionssicherheit und Grundfaehigkeiten. Erster Pruefling: der Unitree G1 EDU-4, ein chinesischer Humanoid unter 20.000 Euro.

Die Ergebnisse

Staerken: Gute Selbststabilisierung, potenzielle Reinraumtauglichkeit ISO-Klasse 5.

Kollisionssicherheit: Bei Kollisionen traten Kraefte ueber 500 Newton auf, weit ueber den Schmerzschwellen. Fuer Betriebe mit Menschenkontakt ein ernster Befund.

Datensicherheit: Eine Bluetooth-Sicherheitsluecke erlaubte vollstaendige Fernsteuerung durch Angreifer. Mittlerweile behoben. Der Befund bestaetigt: Chinesische Roboter benoetigen vor dem Einsatz eine sorgfaeltige Sicherheitspruefung. Mehr dazu in unserem Artikel EU AI Act und humanoide Roboter.

Akkulaufzeit: Maximal 2 Stunden 49 Minuten im Stehbetrieb, 1 Stunde 49 Minuten bei Bewegung.

Was das fuer den Mittelstand bedeutet

Simon Schmidt vom Fraunhofer IPA bringt es auf den Punkt: Der Markt sei zu volatil und intransparent fuer eigenstaendige Bewertungen. Der guenstige Kaufpreis ist nur ein Teil der Kalkulation. Sicherheitsnachbesserung, DSGVO-Konfiguration und Compliance kommen oben drauf. Wie das RaaS-Modell diese Risiken loest: Roboter mieten statt kaufen.


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